back to the roots: 78rpm
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back to the roots: 78rpm
Bei mir ist heute Schellack- Abend, hier gerade Cab Calloway And His Orchestra auf Brunswick B-1004, wirklich tolle Aufnahme, das Album ist von 1943, die Aufnahmen von 1931:



Soundbeispiele sind ja immer so'ne Sache, bei diesem alten Kram irgendwas finden ist das eine, aber der ganze digitalisierte Kram unterstreicht nicht im Ansatz, wie High damals schon das Fidelity war



Soundbeispiele sind ja immer so'ne Sache, bei diesem alten Kram irgendwas finden ist das eine, aber der ganze digitalisierte Kram unterstreicht nicht im Ansatz, wie High damals schon das Fidelity war
Zuletzt geändert von autoreverser am Montag 4. November 2024, 20:40, insgesamt 1-mal geändert.
Musik wird oft nicht schön gefunden, weil stets mit Geräusch verbunden (Wilhelm Busch)
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Re: back to the roots: 78rpm
...so und wer mag, wippt mal ein paar Minuten mit dem Fuß zum Slim Gaillard Quartett, klasse Nummer von 1946


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Re: back to the roots: 78rpm
...wie angedroht: Lead Belly and his legendary twelve-string guitar (asch-records 1943)

Mein Exemplar ist zum Glück echt gut erhalten

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Re: back to the roots: 78rpm
...zwei kurze Fragen in die Runde:
- Ist das von Interesse, wenn ich hier gelegentlich ein paar meiner Schellacks vorstelle, oder eher nicht ?
- Hat ausser mir noch jemand hier Schellacks am Start ?
- Ist das von Interesse, wenn ich hier gelegentlich ein paar meiner Schellacks vorstelle, oder eher nicht ?
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Re: back to the roots: 78rpm
Moin Autoreverser , frag nicht mach einfach , interessant ist sowas allemal , auch wenn man selber keine Schellacks am Start hat .
Ich als Händler möchte mit Schellack eher weniger arbeiten und zwar einfach , weil es kaum seriöse Anhaltspunkte für die Wertbestimmung gibt .
Alter und guter Zustand sind zwar Faktoren aber absolut nicht zuverlässig , das merke ich immer wieder an historischen Vinyl Aufnahmen , teilweise Jazz Sachen aus den USA , 50er Jahre und die sind absolut nix wert , Discogs nennt da Preise im Bereich bis 5€ . Schellacks sind bei Discogs nur in sehr geringem Umfang vertreten .
Ich kann also die Preise nicht vernünftig bestimmen und Phantasiepreise möchte ich nicht aufrufen , auch wenn das ein,zwei Händler auf Oldthing.de so machen und teilweise ganz schön gesalzene Preise für Schellacks aufrufen , ich frag mich eben nur auf welcher Grundlage sie das tun .
Ich hab noch die eine oder andere Schellack hier im Keller liegen , ich werd die mal durchschauen , sowas ist bei aufgekauften Sammlungen immer mal wieder dabei , dann setze ich die mal mit Liste hier rein und wer Interesse hat kann Bescheid sagen .
Ich als Händler möchte mit Schellack eher weniger arbeiten und zwar einfach , weil es kaum seriöse Anhaltspunkte für die Wertbestimmung gibt .
Alter und guter Zustand sind zwar Faktoren aber absolut nicht zuverlässig , das merke ich immer wieder an historischen Vinyl Aufnahmen , teilweise Jazz Sachen aus den USA , 50er Jahre und die sind absolut nix wert , Discogs nennt da Preise im Bereich bis 5€ . Schellacks sind bei Discogs nur in sehr geringem Umfang vertreten .
Ich kann also die Preise nicht vernünftig bestimmen und Phantasiepreise möchte ich nicht aufrufen , auch wenn das ein,zwei Händler auf Oldthing.de so machen und teilweise ganz schön gesalzene Preise für Schellacks aufrufen , ich frag mich eben nur auf welcher Grundlage sie das tun .
Ich hab noch die eine oder andere Schellack hier im Keller liegen , ich werd die mal durchschauen , sowas ist bei aufgekauften Sammlungen immer mal wieder dabei , dann setze ich die mal mit Liste hier rein und wer Interesse hat kann Bescheid sagen .
Gruß Klaus
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Re: back to the roots: 78rpm
Moin
Ich habe ehrlicherweise mich mit dem Thema Schellack-Platten mich noch nie beschäftigt , einerseits fehlender Hardware und weil es ja wirklich nun selten ist ,aber interessant ist das unter Garantie, schließlich hatte ich damit noch nie Berührung.
Ich wüsste noch nicht mal wie man die (außer mit einem Grammophon) abspielt
Daher wohl an, ich lasse mich gerne in unbekannte Gefilde entführen
Ich habe ehrlicherweise mich mit dem Thema Schellack-Platten mich noch nie beschäftigt , einerseits fehlender Hardware und weil es ja wirklich nun selten ist ,aber interessant ist das unter Garantie, schließlich hatte ich damit noch nie Berührung.
Ich wüsste noch nicht mal wie man die (außer mit einem Grammophon) abspielt
Daher wohl an, ich lasse mich gerne in unbekannte Gefilde entführen
Grüße Martin
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Re: back to the roots: 78rpm
Hi Martin , das abspielen ist nicht so das Problem , du kannst einen normalen Plattenspieler verwenden wenn er 78 U/min beherrscht und ihn mit einem speziellen System für Schellack Wiedergabe bestücken ,Nutzer die die Audio Technica VM 95 Systeme verwenden , brauchen sogar nur die Nadel tauschen .HisVoice hat geschrieben: Donnerstag 1. Januar 2026, 12:10 Moin
Ich habe ehrlicherweise mich mit dem Thema Schellack-Platten mich noch nie beschäftigt , einerseits fehlender Hardware und weil es ja wirklich nun selten ist ,aber interessant ist das unter Garantie, schließlich hatte ich damit noch nie Berührung.
Ich wüsste noch nicht mal wie man die (außer mit einem Grammophon) abspielt
Daher wohl an, ich lasse mich gerne in unbekannte Gefilde entführen![]()
Hier mal zu sehen
Von Ortofon gibt es aus der 2M Serie auch ein Modell speziell für die Schellack Wiedergabe
Einmal hier schauen
Ich hab bei mir gerade mal geschaut , aber alles was ich hier noch rumliegen habe ist deutscher Kram , Zarah Leander u.ä. sowie einige klassische Aufnahmen .
Gruß Klaus
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Re: back to the roots: 78rpm
Moin Klaus so dunkel kann ich daran erinnern das das mit einer Venylfräse (vorausgesetzt sie kann78 rpm ) geht ,aber bei der Frage des Systems wäre ich komplett überfordert ,daher danke für die Infos
Jetzt mal aber was ganz anderes ,wie klingen solche Aufnahmen im Vergleich zu schnödem Venyl überhaupt? Schließlich liegen da ja Jahrzehnte zwischen Vinyl und Schellack, auch was die Aufnahmetechnik betrifft ------------?
Ich erwarte jetzt keine blumigen Beschreibungen ,einfach was macht das Medium interessant? Sorry für die blöde Frage
Jetzt mal aber was ganz anderes ,wie klingen solche Aufnahmen im Vergleich zu schnödem Venyl überhaupt? Schließlich liegen da ja Jahrzehnte zwischen Vinyl und Schellack, auch was die Aufnahmetechnik betrifft ------------?
Ich erwarte jetzt keine blumigen Beschreibungen ,einfach was macht das Medium interessant? Sorry für die blöde Frage
Grüße Martin
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Re: back to the roots: 78rpm
Na das klingt doch schon mal nach breitgefächertem Interesse am Thema
Zur Frage wie das klingt: Kommt immer ganz drauf an, von wann die Aufnahme ist, wer sie gemacht hat, wie sie aufgenommen wurde, welche Beschaffenheit das verwendete Material hatte, etc.
Die frühen Aufnahmen gab es ja zunächst in Tiefenschrift (d.h. die Toninformation wird vertikal eingebracht, bzw. abgetastet), das war das Prinzip noch von der Wachswalze. Als Emil Berliner dann in 1887 die Seitenschrift (bitte schlagt mich nicht, wenn ich da nicht komplett richtig sein sollte !) und die Schallplatte erfand (bzw. patentieren liess), wurden die Aufnahmen ja noch rein mechanisch durchgeführt. Es gab noch keine Verstärker, Mikrofone und all dieses Zeug. Da wurde die Schneidenadel noch von einer Membran bewegt. Natürlich sollte man nach heutigem Technik-Standard nicht all zu hohe Ansprüche stellen, was Klangspektrum, Nebengeräusche, Dynamik und so weiter angeht, aber wenn man bedenkt, das vorher überall da Stille war, wo es keine Musiker gab. Es gab noch kein Radio - also entweder selber Musik machen oder dahin gehen, wo Musik gemacht wurde.
Die ganze Geschichte kann ja jeder mal im Netz nachforschen, ich finde es ziemlich interessant. Erst Anfang der 20'er Jahre gab es dann erste Versuche mit elektrischen Mikrofonen und Schneidwerkzeugen, aber erst 1924/1925 gab es erste ernstzunehmende Produktionen, weil ja der ganze benötigte Krempel erstmal vernünftig entwickelt werden musste (auch da war Emil Berliner wieder ganz vorne dabei).
Als dann elektrische Aufnahmen Standard wurde (was so ziemlich genau 100 Jahre her ist !), war die Aufnahmequalität bereits erstaunlich gut. Merke: Es wurde immer noch direkt gemastert, weil das Tonbandgerät ja noch nicht erfunden war. Also musste für die Aufnahmedauer von etwas mehr als 3 Minuten pro Seite einer 10" Platte Alles stimmen, sonst war wieder ein Rohling weg...
Ich habe einige Platten aus der mechanischen Ära, die sind (aus historischer Sicht) wirklich gut aufgenommen. Bei elektrischen Aufnahmen habe ich einige aus der Frühzeit, das ist mit entsprechendem Equipment abgetastet verhältnismässig richtig gut. Produktionen aus der Spätphase (50'er Jahre) kommen schon nah an die Hifi-Norm ran. Das ist zwar nicht mit modernen Methoden vergleichbar, aber wir alten Säcke hören eh nicht mehr
Schellacks sind ausser den frühen Tiefenschrift-Produktionen (Pathé/Edison...) immer mono und in Seitenschrift hergestellt. Die Furche ist 120µm breit und der Abstand, die entsprechende Abtastnadel hat einen Rundschliff von 65µm - die Nadel musste ja "nur" hin und her für die Information eines Kanales.
Versuche mit Vinyl und der heute noch gebräuchlichen Flankenschrift liessen dank des besseren Materiales die Furche weit schmaler werden, ausserdem konnte die Drehzahl auf 33 1/3 U/Min halbiert werden (bitte bitte Alles nachgoogeln, ich bin kein Geschichtsprofessor, nur bekloppter Sammler !) gab es schon in den 30'ern, konnte sich aber noch nicht durchsetzen, weil die meisten Menschen ja nur grausame Grammophone mit Stahlharken hatten, die dann mit ihren teils über 50 Gramm (!) Auflagegewicht eine Vinyl fröhlich zerspant hätte. Den Durchbruch schaffte die Vinylplatte erst ab Mitte/Ende der 50'er Jahre.
OK, back topic:
Die fast jedem bekannten, umschaltbaren Tonabnehmer der hier wohl fast jedem bekannten Dual/Perpetuum Ebner/Thorens/Elac usw. Fräsen von Oma hatten zwei Stellungen: N für Normalschliff - das war 65µm, also für Schellack und M für Mikrorille - das war 25µm, also für Vinyl, aber noch mono. Spätere hatten anstelle M dann MM und waren stereotauglich (die hatten dann 15µm Schliff), was allerdings dann auch eine Stereo-Kette erforderte. Bedeutet aber auch für den Plattensammler, dass frühe Vinylscheiben mit MONO- Aufnahmen auch einen entsprechenden mono-TA und Nadel mit 25µm-Schliff brauchen, um die Toninformation bestmöglich wieder aus der Rille zu schaben.
Ich nutze für meine Schellacks je nach Zustand der Platte, die ich hören möchte, entweder ein modernes Mono-Ortofon (wie von Klaus weiter oben erwähnt) mit 65µm Schliff am Technics SL1210 (der ja auch die 78 U/min kann) für die nicht ganz so gut erhaltenen Scheiben, für die richtig Guten habe ich mir schon vor Jahren ein mono-SPU mit 65µm Schliff zugelegt, dass ich auf meinem ollen 124'er am SME-Arm gesteckt habe. Einiges habe ich bereits digitalisiert (ohne Bearbeitung, also 1:1), zwar gibt es schon Vieles z.B. auf Youtube oder irgendwelchen Oldie-CD's, allerdings ist das wirklich kein Vergleich zu Originalaufnahmen. Wer das mal hören möchte, ist herzlich eingeladen.
Die alten, umschaltbaren Systeme gehen - soweit ich die kenne - erstaunlich gut, wer also nur gelegentlich mal Schellacks hört: Das reicht aus !
Schellack- Guru bin ich keiner, auch wenn ich mittlerweile eine recht beschauliche Sammlung von dem Zeug habe. Ich kenne auch nur wenige Schellack-Sammler, die geben sich nicht mit Vinyl-Sammlern ab (ausser mir kenne ich persönlich nur einen Einzigen, der auch Vinyl sammelt, und ich sammele schon ewig !).
Zur Preisbestimmung bei Schellacks: Das wird schwierig. Das meiste Zeug, das so auftaucht, ist langweilige Massenware, gleichzusetzen mit den Vinyl-Flohmarktkisten mit Roger Whittaker, Angelo Branduardi, James Last und dem ganzen Hitparaden- und Best-Off-Dreck. Das will keiner. Ich kaufe fast ausschliesslich selektiv, weil der Krempel nicht nur donner-schwer, sondern auch zerbrechlich ist, sprich: Verschicken braucht schon jemand, der weiss was er tut, sonst kommt nur Bruch an (Hermes und DHL-Boten werden extra darauf geschult, die Dinger kaputt zu kriegen, ich schwör !). In Deutschland ging ohnehin im Krieg schon viel zu Bruch und der ganze Bertelsmann und Polydor- Kram der Nachkriegsjahre - den sammelt echt niemand auf Schellack, die werden nur zum Testen oller Dreher genutzt.
Nun gut, genug geredet, ich mache dann mal weiter hier, geht heute noch los...
Zur Frage wie das klingt: Kommt immer ganz drauf an, von wann die Aufnahme ist, wer sie gemacht hat, wie sie aufgenommen wurde, welche Beschaffenheit das verwendete Material hatte, etc.
Die frühen Aufnahmen gab es ja zunächst in Tiefenschrift (d.h. die Toninformation wird vertikal eingebracht, bzw. abgetastet), das war das Prinzip noch von der Wachswalze. Als Emil Berliner dann in 1887 die Seitenschrift (bitte schlagt mich nicht, wenn ich da nicht komplett richtig sein sollte !) und die Schallplatte erfand (bzw. patentieren liess), wurden die Aufnahmen ja noch rein mechanisch durchgeführt. Es gab noch keine Verstärker, Mikrofone und all dieses Zeug. Da wurde die Schneidenadel noch von einer Membran bewegt. Natürlich sollte man nach heutigem Technik-Standard nicht all zu hohe Ansprüche stellen, was Klangspektrum, Nebengeräusche, Dynamik und so weiter angeht, aber wenn man bedenkt, das vorher überall da Stille war, wo es keine Musiker gab. Es gab noch kein Radio - also entweder selber Musik machen oder dahin gehen, wo Musik gemacht wurde.
Die ganze Geschichte kann ja jeder mal im Netz nachforschen, ich finde es ziemlich interessant. Erst Anfang der 20'er Jahre gab es dann erste Versuche mit elektrischen Mikrofonen und Schneidwerkzeugen, aber erst 1924/1925 gab es erste ernstzunehmende Produktionen, weil ja der ganze benötigte Krempel erstmal vernünftig entwickelt werden musste (auch da war Emil Berliner wieder ganz vorne dabei).
Als dann elektrische Aufnahmen Standard wurde (was so ziemlich genau 100 Jahre her ist !), war die Aufnahmequalität bereits erstaunlich gut. Merke: Es wurde immer noch direkt gemastert, weil das Tonbandgerät ja noch nicht erfunden war. Also musste für die Aufnahmedauer von etwas mehr als 3 Minuten pro Seite einer 10" Platte Alles stimmen, sonst war wieder ein Rohling weg...
Ich habe einige Platten aus der mechanischen Ära, die sind (aus historischer Sicht) wirklich gut aufgenommen. Bei elektrischen Aufnahmen habe ich einige aus der Frühzeit, das ist mit entsprechendem Equipment abgetastet verhältnismässig richtig gut. Produktionen aus der Spätphase (50'er Jahre) kommen schon nah an die Hifi-Norm ran. Das ist zwar nicht mit modernen Methoden vergleichbar, aber wir alten Säcke hören eh nicht mehr
Schellacks sind ausser den frühen Tiefenschrift-Produktionen (Pathé/Edison...) immer mono und in Seitenschrift hergestellt. Die Furche ist 120µm breit und der Abstand, die entsprechende Abtastnadel hat einen Rundschliff von 65µm - die Nadel musste ja "nur" hin und her für die Information eines Kanales.
Versuche mit Vinyl und der heute noch gebräuchlichen Flankenschrift liessen dank des besseren Materiales die Furche weit schmaler werden, ausserdem konnte die Drehzahl auf 33 1/3 U/Min halbiert werden (bitte bitte Alles nachgoogeln, ich bin kein Geschichtsprofessor, nur bekloppter Sammler !) gab es schon in den 30'ern, konnte sich aber noch nicht durchsetzen, weil die meisten Menschen ja nur grausame Grammophone mit Stahlharken hatten, die dann mit ihren teils über 50 Gramm (!) Auflagegewicht eine Vinyl fröhlich zerspant hätte. Den Durchbruch schaffte die Vinylplatte erst ab Mitte/Ende der 50'er Jahre.
OK, back topic:
Die fast jedem bekannten, umschaltbaren Tonabnehmer der hier wohl fast jedem bekannten Dual/Perpetuum Ebner/Thorens/Elac usw. Fräsen von Oma hatten zwei Stellungen: N für Normalschliff - das war 65µm, also für Schellack und M für Mikrorille - das war 25µm, also für Vinyl, aber noch mono. Spätere hatten anstelle M dann MM und waren stereotauglich (die hatten dann 15µm Schliff), was allerdings dann auch eine Stereo-Kette erforderte. Bedeutet aber auch für den Plattensammler, dass frühe Vinylscheiben mit MONO- Aufnahmen auch einen entsprechenden mono-TA und Nadel mit 25µm-Schliff brauchen, um die Toninformation bestmöglich wieder aus der Rille zu schaben.
Ich nutze für meine Schellacks je nach Zustand der Platte, die ich hören möchte, entweder ein modernes Mono-Ortofon (wie von Klaus weiter oben erwähnt) mit 65µm Schliff am Technics SL1210 (der ja auch die 78 U/min kann) für die nicht ganz so gut erhaltenen Scheiben, für die richtig Guten habe ich mir schon vor Jahren ein mono-SPU mit 65µm Schliff zugelegt, dass ich auf meinem ollen 124'er am SME-Arm gesteckt habe. Einiges habe ich bereits digitalisiert (ohne Bearbeitung, also 1:1), zwar gibt es schon Vieles z.B. auf Youtube oder irgendwelchen Oldie-CD's, allerdings ist das wirklich kein Vergleich zu Originalaufnahmen. Wer das mal hören möchte, ist herzlich eingeladen.
Die alten, umschaltbaren Systeme gehen - soweit ich die kenne - erstaunlich gut, wer also nur gelegentlich mal Schellacks hört: Das reicht aus !
Schellack- Guru bin ich keiner, auch wenn ich mittlerweile eine recht beschauliche Sammlung von dem Zeug habe. Ich kenne auch nur wenige Schellack-Sammler, die geben sich nicht mit Vinyl-Sammlern ab (ausser mir kenne ich persönlich nur einen Einzigen, der auch Vinyl sammelt, und ich sammele schon ewig !).
Zur Preisbestimmung bei Schellacks: Das wird schwierig. Das meiste Zeug, das so auftaucht, ist langweilige Massenware, gleichzusetzen mit den Vinyl-Flohmarktkisten mit Roger Whittaker, Angelo Branduardi, James Last und dem ganzen Hitparaden- und Best-Off-Dreck. Das will keiner. Ich kaufe fast ausschliesslich selektiv, weil der Krempel nicht nur donner-schwer, sondern auch zerbrechlich ist, sprich: Verschicken braucht schon jemand, der weiss was er tut, sonst kommt nur Bruch an (Hermes und DHL-Boten werden extra darauf geschult, die Dinger kaputt zu kriegen, ich schwör !). In Deutschland ging ohnehin im Krieg schon viel zu Bruch und der ganze Bertelsmann und Polydor- Kram der Nachkriegsjahre - den sammelt echt niemand auf Schellack, die werden nur zum Testen oller Dreher genutzt.
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Re: back to the roots: 78rpm
So'n paar Schellacks hab ich noch, nie gehört da kein Equipment, ein paar aber supergut erhalten.
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