Gerätevorstellungen - auch wie früher
- Kimi
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
Tolle Story und auch das Foto ist dir richtig gut gelungen 
"Autofocus has ruined quality"
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
Die C-280L ist für viele ein Traumvorverstärker, auch für mich. Ich kenne die Autopreise von damals nicht, aber ich glaube, 1990 hat ein Golf III soviel wie die 280L gekostet....
Die Yamaha CX-1/MX-1 waren sozusagen der Abschied des Herstellers von anspruchsollem HiFi. Ich habe das ganz anders aussehende Vorgängermodell davon, in Titansilber, die CX-830. Der Trick von Yamaha war das "Reverse-RIAA" als Gegenkopplung, welches 3dB mehr Rauschabstand brachte. Die MC-Stufen sind im Rauschen unerreicht, 90-91dB waren hier die Werksangaben und bei den sehr leisen Ortofon-MC kann ich das bestätigen, selbst bei Lauthören, hebe ich den Tonarm ab, Totenstille, nicht der kleinste Mucks. Selbst Accuphase rauscht mehr. BTW. Yamaha ist für mich der "Accuphase für Arme". Denn von den Verzerrungsdaten wie auch Rauschen und Frequenzgang nehmen sie sich nicht viel mit den Accus, allerdings haben die Accus eine spürbar deutlich höhere Verarbeitugnsqualtität und Wertigkeit. Das ist dann wirklich was für Perfektionisten. Äußerlich kam Yamaha noch mit der "Centennial-Serie" da in die Nähe, aber eben nur mit etwas Abststand in die Nähe der Accus. Man kann sich fragen, was man mit so einem Gigantenpaar wie die M-1000 soll? Nun ja, der extreme Überschuß an Leistungsreserven sollte nicht mal den geringst wahrnehmbaren Dynamikeinbruch erlauben, selbst bei B+W-Lautsprechern, deren Wirkungsgrad bekanntlich gering ist. Ich glaube beim Einschalten dieser Monster, flackert kurz mal die Zimmerbeleuchtung....
Danke an Armin für die Vorstellung.
Die Yamaha CX-1/MX-1 waren sozusagen der Abschied des Herstellers von anspruchsollem HiFi. Ich habe das ganz anders aussehende Vorgängermodell davon, in Titansilber, die CX-830. Der Trick von Yamaha war das "Reverse-RIAA" als Gegenkopplung, welches 3dB mehr Rauschabstand brachte. Die MC-Stufen sind im Rauschen unerreicht, 90-91dB waren hier die Werksangaben und bei den sehr leisen Ortofon-MC kann ich das bestätigen, selbst bei Lauthören, hebe ich den Tonarm ab, Totenstille, nicht der kleinste Mucks. Selbst Accuphase rauscht mehr. BTW. Yamaha ist für mich der "Accuphase für Arme". Denn von den Verzerrungsdaten wie auch Rauschen und Frequenzgang nehmen sie sich nicht viel mit den Accus, allerdings haben die Accus eine spürbar deutlich höhere Verarbeitugnsqualtität und Wertigkeit. Das ist dann wirklich was für Perfektionisten. Äußerlich kam Yamaha noch mit der "Centennial-Serie" da in die Nähe, aber eben nur mit etwas Abststand in die Nähe der Accus. Man kann sich fragen, was man mit so einem Gigantenpaar wie die M-1000 soll? Nun ja, der extreme Überschuß an Leistungsreserven sollte nicht mal den geringst wahrnehmbaren Dynamikeinbruch erlauben, selbst bei B+W-Lautsprechern, deren Wirkungsgrad bekanntlich gering ist. Ich glaube beim Einschalten dieser Monster, flackert kurz mal die Zimmerbeleuchtung....
Danke an Armin für die Vorstellung.
Gruß André
- Armin777
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
Niko, der Tischlermeister, mit dem wir schon seit mehr als einem Jahrzehnt zusammenarbeiten und dem die retro-tischlerei.de gehört, hat uns gebeten von dem letzten Marantz Woodcase in amerikanisch Nussbaum Fotos für sein Webseite zu machen. Haben wir natürlich gern gemacht und Ihr könnt daran teilhaben. Niko arbeitet wirklich extrem sauber...





So ein Gehäuse kostet jetzt komplett zweimal geölt, gewachst und poliert 379,-€
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Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
Das Woodcase, in amerikanisch Nussbaum steht dem Marantz ausgezeichnet! Fantastische Arbeit von Niko!


Gruß Joachim.




- Armin777
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
1983 hatte man bei Kenwood eine Idee, wie man den Umsatz ankurbeln kann. Man brachte eine neue Serie von Vorverstärkern und Endstufen heraus, die sehr preiswert waren, aber die auf keinen Fall "billig" wirken sollten. So nannte man die neue Serie BASIC, was darauf hinweisen sollte, dass der Hersteller hier auf alles Überflüssige verzichtet und sich nur auf das Wesentliche konzentriert. Und das ganz im Sinne des potentiellen Käufers, der viel Hifi für wenig Geld möchte.
Die ersten Geräte waren dann der C1-Vorverstärker und die M1-Endstufe. Diese kosteten 498,-DM und 698,-DM, boten aber alles, was der Hifi-Freund wirklich brauchte. Zum Preisvergleich, der kleinste Vorverstärker im Yamaha-Programm, der C-60 kostete 1.198,-DM, die kleinste Endstufe dazu M-40 gleich 998,-DM. Man sieht wie groß die Ersparnis war. Wegen des kommerziellen Erfolgs schob man in demselben Jahr größere Modelle nach, den C2 und die M2 - diesmal sogar mit dem SIGMA-Drive-System von Kenwood. Auch die waren überaus erfolgreich.
Als die Baureihen 1986 ausverkauft waren, kamen die Nachfolger auf den Markt und hießen dann BASIC M1A und M2A. Die Leistung blieb gleich, man verzichtete aber auf die SIGMA-Drive-Technik, auf das auch bei den anderen Serien mittlerweile verzichtet wurde. Dafür hat die BASIC-M2A Leistung satt mit zwei mal 250 Watt sinus an 4 Ohm nach DIN - und das für 1.498,-DM! Die orangefarbigen LED-Balkenanzeigen, zwei Pegelsteller und zwei Schalter (für Peak-Hold 1 oder 3 Sekunden und hohe oder niedrige Empfindlichkeit), sowie einen Lautsprecherwahlschalter - mehr ist da nicht - BASIC halt. Genügt ja schließlich auch völlig.
Schließlich sind die Endstufen in der so genannten DLD-Technik aufgebaut, was bedeutet, dass man pro Kanal eine große und eine kleine Endstufe hat, die kleine mit niedriger Spannung, die große mit hoher Spannung und dazwischen ein sehr schneller Schalter, der je nach Pegel immer nur die kleinen Endstufen ansteuert und erst bei sehr hohen Pegeln auf die großen Endstufen zugreift. Dazu gibt es noch einen großen Lüfter, der bei Bedarf dafür sorgt, dass den Endstufen nicht zu warm wird. Um so erstaunlicher, dass diese Boliden "nur" 15,5kg wiegen.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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- Armin777
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
1975 war Rotel bereits ein renommierter Hersteller von Hifi-Geräten. Man belieferte auch andere Anbieter mit Geräten, um die Fabriken besser auszunutzen. Vertrieben wurden die Geräte hierzulande von Dahl Elektronik in Hamburg, die unter anderem auch Visonik verkauften.
Der RA-812 war einer von zehn Verstärkern im Programm, vom kleinen RA-112 für 198,-DM bis hinauf zum großen RA-1412 für 2.198,-DM. Der 812 lag im Mittelfeld für 998,-DM aber bot dafür doch schon Einiges: zwei Phonoeingänge (beide MM), Tuner und zweimal AUX, dazu noch zwei Tapes mit Kopierschaltung. Auch drei Filter (Hi, Low und Subsonic), Klangstellung abschaltbar und Muting (-15dB) waren an Bord. Auch zwei Paar Lautsprecher lassen sich anschließen. On top gibt es noch zwei beleuchtete VU-Meter, sowie ein zumischbares Mikrofon an der Front (für Karaoke z.B.). Die Endstufen leisten zwei mal 65 Watt an 4 Ohm nach DIN. Ein foliertes Holzgehäuse gab es ebenfalls dazu.
Zusammengefasst: keine schlechtes Angebot für 'nen Tausender, damals.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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- Armin777
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
1974 war Pioneer noch einer der Weltmarktführer im Bereich Hifi-Stereo. Die damals neu vorgestellte Receiver-Baureihe mit der "3" in der Mitte der Bezeichnung umfasste sieben Receiver: vom kleinen SX-434 für knapp 900,-DM über die Modelle SX-535, 636, 737, 838 und 939 bis zum Flaggschiff SX-1010 für knapp 3.000,-DM gab es für jeden etwas Passendes. Hier vorgestellt wird der SX-838.
Er kostete damals etwas über 2.000,-DM, was für Otto Normalverbraucher schon sehr viel Geld war (ich habe 1974 ungefähr 16.000,- DM verdient - im ganzen Jahr natürlich!). Dafür wurde aber auch Solides und Umfangreiches geboten: zwei mal 60 Watt sinus an 4 Ohm nach DIN, zweimal Phono, zweimal Tape , Aux und Mikrofon, REC-OUT-Selector, PreOut-MainIn und zusätzlich noch ein Adapter einschleifbar (z.B. für externe Rauschunterdrückungssysteme oder Bose 901). Rundherum gab es ein (allerdings nur foliertes) Holzgehäuse, lediglich die Leisten rechts und links neben der Frontplatte sind aus Massivholz. Die in sanftem Blau beleuchtete Skala mit zwei Anzeigeinstrumenten für Ratio-Mitte und Feldstärke ist recht lang und ermöglicht daher sehr feine Einstellung, der Empfang ist recht gut. Darunter leuchten in grün die angewählten Lautsprecher, von denen drei Paare angeschlossen werden können (aber nur zwei Paare gleichzeitig!) und die gerade angewählte Quelle in kleinen Leuchtfeldern. Die Stereoanzeige oben in der Skala leuchtet rot, der Skalenzeiger hingegen orange.
Insgesamt ein beeindruckender Receiver, der nur noch selten zu finden ist und falls doch, sind die ziemlich teuer geworden - und das ganz zu Recht.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
Oh ja, erinnert in Details noch stark an die 1000er Serie, inkl. der Massivholzklötzchen 

Gruß, Martin
- Armin777
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
Martin, zu dieser Baureihe (ab 1974) passen SA-9100 und TX-9100:

Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
Hallo Armin, klar, die 1000er Serie war ja 71, 72.... aber einige Details waren eben noch vorhanden...
Gruß, Martin