Shure Dynetic Tonarm M212... Headshell-Nachbau
- akguzzi
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Shure Dynetic Tonarm M212... Headshell-Nachbau
SHURE Dynetic Tonarm M12 …. Restaurierung
ein schon von der Optik her eher ungewöhnlicher Arm und auch deshalb wahrscheinlich nicht jedermanns Sache. Trotzdem hatte ich immer mal wieder ein Auge darauf geworfen… gerade wegen der Besonderheiten.

Zunächst vielleicht ein paar Worte zu den Besonderheiten…
der Tonarm-Korpus ist in der Horizontalen nur seitwärts zu bewegen, lediglich der Tonabnehmer ist auf und ab zu bewegen, der Sitz der Lagerachse erkennbar an den beiden Knubbeln im vorderen Bereich.
Die Auf-Ab-Bewegung wird über einen Druckknopf auf dem Korpus gesteuert. Die Lager sind hochwertige Saphirlager.
Man darf wohl in so einem Fall durchaus behaupten dass so ein Arm nichts für ungeduldige, zittrige Gemüter ist.

Die Verkabelung ist bei diesem Stereo-Exemplar, wie zu dieser zeit durchaus üblich über nur drei Kabel ausgeführt, Masse des rechten und linken Kanals zusammengefasst in einem schwarzen Kabel.
Die „Tonarmstütze“ besteht lediglich aus einem Metallstab und einem Magneten im Arm-Korpus der den Arm dann „fixiert“.
Die Arme waren zu ihrer Zeit als Sonderausstattung beispielsweise auch auf dem Thorens TD124 oder in der Kombination mit einem Braun Laufwerk zu haben und garnicht mal so selten anzutreffen.
Und nun zum Problem nicht nur dieses Exemplars…
die Tonabnehmer-Headshell-Kombination ist oftmals nicht (mehr) vorhanden oder nur zu utopischen Preisen in ungewissem Zustand zu haben.
So habe ich auch diesen Arm ohne Tonabnehmer erworben, schon in der Absicht mal zu schauen ob man da nicht einen Ersatz herstellen kann.

Wer ganz genau hinschaut (und eventuell einen Vergleich hat) kann sehen, dass das Headshell etwas größer als das Original ist.
Bei diesem Prototypen war das notwendig um den ausgewählten und umgebauten MM-Tonabnehmer unterbringen zu können.
Hier sei auch einmal Danke gesagt an Conrad, der mir seinen Tonabnehmer mal für einige Zeit überlassen hat um alles genau zu vermessen.
Ich konnte zwar die Patentschrift zu diesem Arm aufspüren, trotzdem hat das „mal in natura anschauen“ enorm geholfen… es ging nämlich auch darum ein gewisses Gewicht zu erreichen damit das im Arm-Korpus integrierte Gegengewicht seine Arbeit planmäßig verrichten kann.
Nachdem ich den Arm vorsichtig zerlegt hatte kam noch ein anderes Problem zum Vorschein.
Üblicherweise ist das Headshell in einer besonderen Klemmvorrichtung fixiert und wechselbar.
Die Nachfertigung stellt durchaus eine Herausforderung dar da sehr klein, Kontaktstifte in nicht üblichen Maßen etc.. Der Außendurchmesser der Steckverbindung beträgt 3,2mm (aus Aluminium hohl gedreht und innen mit Kunststoff gefüllt) und da müssen 2 Steckverbinder untergebracht werden, Masse auf dem Außenkörper.
Es hat mich einige Zeit gekostet hier eine Vorgehensweise zu entwickeln wie man das wohl bewerkstelligen könnte.
Dann hat sich allerdings herausgestellt dass bei meinem Arm die Kontaktbuchsen wohl schon zu hart rangenommen wurden und es nicht mehr möglich war einen zuverlässigen Kontakt herzustellen.
Alternative also in diesem Fall … Durchverkabelung!

Das Headshell habe ich aus Ebenholz gefräst und den Tonabnehmer aus der Ortofon OM-Serie so bearbeitet dass der Sitz weitestgehend den Originalvorgaben entspricht. Durch die notwendige kleine Massabweichung beim Headshell in Richtung „größer“ wäre es eigentlich notwendig den Sitz der Tonarmbasis (Montageabstand) um 2mm zu vergrößern… also theoretisch ;-).
Ein erster Probelauf hat keine Probleme gemacht und das stellt mich zunächst zufrieden.
Ich möchte aber auf jeden Fall eine 1:1-Wechsellösung für das Originalheadshell herstellen.
Da sich dieses „Projekt“ nun schon etwa 2 Jahre hinzieht … eine finale Version kann "etwas" dauern
gute Zeit
Andreas
ein schon von der Optik her eher ungewöhnlicher Arm und auch deshalb wahrscheinlich nicht jedermanns Sache. Trotzdem hatte ich immer mal wieder ein Auge darauf geworfen… gerade wegen der Besonderheiten.

Zunächst vielleicht ein paar Worte zu den Besonderheiten…
der Tonarm-Korpus ist in der Horizontalen nur seitwärts zu bewegen, lediglich der Tonabnehmer ist auf und ab zu bewegen, der Sitz der Lagerachse erkennbar an den beiden Knubbeln im vorderen Bereich.
Die Auf-Ab-Bewegung wird über einen Druckknopf auf dem Korpus gesteuert. Die Lager sind hochwertige Saphirlager.
Man darf wohl in so einem Fall durchaus behaupten dass so ein Arm nichts für ungeduldige, zittrige Gemüter ist.

Die Verkabelung ist bei diesem Stereo-Exemplar, wie zu dieser zeit durchaus üblich über nur drei Kabel ausgeführt, Masse des rechten und linken Kanals zusammengefasst in einem schwarzen Kabel.
Die „Tonarmstütze“ besteht lediglich aus einem Metallstab und einem Magneten im Arm-Korpus der den Arm dann „fixiert“.
Die Arme waren zu ihrer Zeit als Sonderausstattung beispielsweise auch auf dem Thorens TD124 oder in der Kombination mit einem Braun Laufwerk zu haben und garnicht mal so selten anzutreffen.
Und nun zum Problem nicht nur dieses Exemplars…
die Tonabnehmer-Headshell-Kombination ist oftmals nicht (mehr) vorhanden oder nur zu utopischen Preisen in ungewissem Zustand zu haben.
So habe ich auch diesen Arm ohne Tonabnehmer erworben, schon in der Absicht mal zu schauen ob man da nicht einen Ersatz herstellen kann.

Wer ganz genau hinschaut (und eventuell einen Vergleich hat) kann sehen, dass das Headshell etwas größer als das Original ist.
Bei diesem Prototypen war das notwendig um den ausgewählten und umgebauten MM-Tonabnehmer unterbringen zu können.
Hier sei auch einmal Danke gesagt an Conrad, der mir seinen Tonabnehmer mal für einige Zeit überlassen hat um alles genau zu vermessen.
Ich konnte zwar die Patentschrift zu diesem Arm aufspüren, trotzdem hat das „mal in natura anschauen“ enorm geholfen… es ging nämlich auch darum ein gewisses Gewicht zu erreichen damit das im Arm-Korpus integrierte Gegengewicht seine Arbeit planmäßig verrichten kann.
Nachdem ich den Arm vorsichtig zerlegt hatte kam noch ein anderes Problem zum Vorschein.
Üblicherweise ist das Headshell in einer besonderen Klemmvorrichtung fixiert und wechselbar.
Die Nachfertigung stellt durchaus eine Herausforderung dar da sehr klein, Kontaktstifte in nicht üblichen Maßen etc.. Der Außendurchmesser der Steckverbindung beträgt 3,2mm (aus Aluminium hohl gedreht und innen mit Kunststoff gefüllt) und da müssen 2 Steckverbinder untergebracht werden, Masse auf dem Außenkörper.
Es hat mich einige Zeit gekostet hier eine Vorgehensweise zu entwickeln wie man das wohl bewerkstelligen könnte.
Dann hat sich allerdings herausgestellt dass bei meinem Arm die Kontaktbuchsen wohl schon zu hart rangenommen wurden und es nicht mehr möglich war einen zuverlässigen Kontakt herzustellen.
Alternative also in diesem Fall … Durchverkabelung!

Das Headshell habe ich aus Ebenholz gefräst und den Tonabnehmer aus der Ortofon OM-Serie so bearbeitet dass der Sitz weitestgehend den Originalvorgaben entspricht. Durch die notwendige kleine Massabweichung beim Headshell in Richtung „größer“ wäre es eigentlich notwendig den Sitz der Tonarmbasis (Montageabstand) um 2mm zu vergrößern… also theoretisch ;-).
Ein erster Probelauf hat keine Probleme gemacht und das stellt mich zunächst zufrieden.
Ich möchte aber auf jeden Fall eine 1:1-Wechsellösung für das Originalheadshell herstellen.
Da sich dieses „Projekt“ nun schon etwa 2 Jahre hinzieht … eine finale Version kann "etwas" dauern

gute Zeit
Andreas