Heute bei good-old-hifi auf dem Tisch
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Don Cavallo
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Re: Heute bei good-old-hifi auf dem Tisch
MOMENT!!!
Klangkristalle verwende auschließlich ICH!
Keine Nachahmer bitte!
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- Piomaha
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Re: Heute bei good-old-hifi auf dem Tisch
Nööö... da hab ich drin was Snobs so drin haben: Büroklammern!Cooper59 hat geschrieben: Mittwoch 3. Juni 2026, 19:03 Martin, warte ab was Martin/Piomaha im Stromweg hat...Mind. güldene Feinsicherungen mit Klangkristallen...![]()
Gruß, Martin
- Armin777
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Re: Heute bei good-old-hifi auf dem Tisch
So, heute mal eine Sonderanfertigung für einen Kunden:

Das Problem: Er hat zwei Boxen, die von Roland Gauder in den frühen 1990er-Jahren entwickelt wurden, damals noch in Diensten des Berliner Lautsprecherherstellers Isophon - die Indigo. Eine Box, die Wahnsinnsbässe von sich geben kann, dabei aber, ähnlich wie so manche Infinity-Box, bis zu 1 Ohm herunter gehen kann. Sein Verstärker, ein von uns restaurierter Sansui AU-X1, schaltet dann bei lauten Bässen einfach per Schutzschaltung ab, so dass das Relais abfällt und erst wieder nach ca. 10 Sekunden wieder die Musik tönen lässt. Als Abhilfe sollte hier ein 3,9-Ohm Lastwiderstand in der Minusleitung zwischen Verstärker und Lautsprecher dienen.

Also mal zwei dicke 50-Watt-Widerstände in ein kleines Aluminium-Gehäuse eingebaut, welches gleichzeitig als Kühlkörper dient. Hinten sind vier Polklemmenpaare verbaut, an denen Lautsprecher und Boxen angeschlossen werden können.

So sieht das Kästchen von hinten aus.
Das Problem: Er hat zwei Boxen, die von Roland Gauder in den frühen 1990er-Jahren entwickelt wurden, damals noch in Diensten des Berliner Lautsprecherherstellers Isophon - die Indigo. Eine Box, die Wahnsinnsbässe von sich geben kann, dabei aber, ähnlich wie so manche Infinity-Box, bis zu 1 Ohm herunter gehen kann. Sein Verstärker, ein von uns restaurierter Sansui AU-X1, schaltet dann bei lauten Bässen einfach per Schutzschaltung ab, so dass das Relais abfällt und erst wieder nach ca. 10 Sekunden wieder die Musik tönen lässt. Als Abhilfe sollte hier ein 3,9-Ohm Lastwiderstand in der Minusleitung zwischen Verstärker und Lautsprecher dienen.
Also mal zwei dicke 50-Watt-Widerstände in ein kleines Aluminium-Gehäuse eingebaut, welches gleichzeitig als Kühlkörper dient. Hinten sind vier Polklemmenpaare verbaut, an denen Lautsprecher und Boxen angeschlossen werden können.
So sieht das Kästchen von hinten aus.
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Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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Mainamp
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Re: Heute bei good-old-hifi auf dem Tisch
Mechanisch schön gemacht!
Ich bin gespannt wie sich der ändernde Frequenzgang durch den jetzt hinzugefügten frequenzabhängigen Spannungsteiler akustisch bemerkbar machen wird…
Liebe Grüße
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Liebe Grüße
- Armin777
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Re: Heute bei good-old-hifi auf dem Tisch
Das wird sich wohl kaum bemerkbar machen!
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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- Piotrek_Z
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Re: Heute bei good-old-hifi auf dem Tisch
Hallo Armin,
die Bezeichnung der akustischen Änderungen mit "kaum Bemerkbar" halte ich für wenig haltbar. Es kommt zu messbaren Veränderungen. Der Schallpegelverlauf wird ungleichmäßig Abgesenkt - je nach Weichenaufbau sogar mehr als die erhofften 3 dB Pegelverlust. Kommt auf den Frequenzbereich an.
Ob der Besitzer der Metallbox mit den Widerständen die Veränderungen in Frequenzverlauf seiner Lautsprecher hört, ist eine Frage dessen Wahrnehmung.
Ich hätte mir 3 - 4 Musikstücke mit und ohne die Widerstände angehört und danach entschieden ob ich mit der klanglichen Veränderung leben kann oder nicht. Erst danach würde zur Behandlung der Fehlkonstruktion der Box eine Metallkiste hingestellt. Oder einen Verstärker besorgt, der mit dem Kurzschluss in Bass zurecht kommt.
Ich hoffe Armin, dein Kunde wird mit deiner Lösung zufrieden sein.
Viele Grüße
Peter
die Bezeichnung der akustischen Änderungen mit "kaum Bemerkbar" halte ich für wenig haltbar. Es kommt zu messbaren Veränderungen. Der Schallpegelverlauf wird ungleichmäßig Abgesenkt - je nach Weichenaufbau sogar mehr als die erhofften 3 dB Pegelverlust. Kommt auf den Frequenzbereich an.
Ob der Besitzer der Metallbox mit den Widerständen die Veränderungen in Frequenzverlauf seiner Lautsprecher hört, ist eine Frage dessen Wahrnehmung.
Ich hätte mir 3 - 4 Musikstücke mit und ohne die Widerstände angehört und danach entschieden ob ich mit der klanglichen Veränderung leben kann oder nicht. Erst danach würde zur Behandlung der Fehlkonstruktion der Box eine Metallkiste hingestellt. Oder einen Verstärker besorgt, der mit dem Kurzschluss in Bass zurecht kommt.
Ich hoffe Armin, dein Kunde wird mit deiner Lösung zufrieden sein.
Viele Grüße
Peter
- Armin777
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Re: Heute bei good-old-hifi auf dem Tisch
Wir haben ihm diese Lösung nicht vorgeschagen, sondern er kam direkt mit dem Wunsch danach zu uns.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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- Piomaha
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Re: Heute bei good-old-hifi auf dem Tisch
Da wäre ich auch erstmal skeptisch, aber wenn Kundenwunsch...Mainamp hat geschrieben: Donnerstag 2. Juli 2026, 11:59 Mechanisch schön gemacht!
Ich bin gespannt wie sich der ändernde Frequenzgang durch den jetzt hinzugefügten frequenzabhängigen Spannungsteiler akustisch bemerkbar machen wird…
Gruß, Martin
- Piotrek_Z
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Re: Heute bei good-old-hifi auf dem Tisch
Piomaha hat geschrieben: Donnerstag 2. Juli 2026, 18:35
Da wäre ich auch erstmal skeptisch, aber wenn Kundenwunsch...![]()
Kundenwünsche... Mein erster Chef sagte: Mir egal ob das Mainboard für den Kundenserver geeignet ist. Er will es so haben. Und wenn der Kunde sagt er möchte auf dem Server eine Blume haben, dann fragst Du: Welche?
- Armin777
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Re: Heute bei good-old-hifi auf dem Tisch
Im Jahr 1972, der glücklose Hersteller Shin Shirasuna mit dem Label "Silver" hatte gerade erst den Markennamen Harman/Kardon aus den USA übernommen, brachte nun die ersten Receiver weltweit auf den Markt, die über völlig getrennte Netzteile für die beiden Stereokanäle verfügten. Der kleinere hieß 630, der größere 930. Also zwei Trafos, zwei Gleichrichter und vier Siebelkos - alles hübsch getrennt.
Der hier vorgestellte 930 verfügt über Endstufen mit zwei mal 45 Watt Dauertonleistung an 8 Ohm über den gesamten Frequenzbereich, die jedoch wegen der großzügig ausgelegten Netzteile auch Impulse bis zu zwei mal 100 Watt nahezu verzerrungsfrei leisten können. Dabei war der Frequenzbereich zwischen 1 Hz und 100 kHz (+/-1dB) für damals sensationell. Auch zwei Phonoeingänge, zwei Aux-Eingänge und zwei Tape-Anschlüsse mit Monitor-Funktion waren damals keineswegs üblich - egal in welcher Preislage. Selbst der drei mal so teure McIntosh MAC1900 musste sich geschlagen geben! Dazu war der 930 zwischen Vor- und End-Verstärker auftrennbar (der MAC aber auch!).
Dieses Exemplar hat eine nette Geschichte: Der jetzt zu Recht stolze Besitzer, hat ihn gerettet. Ein Nachbar hatte ihn zum Sperrmüll gestellt und er hat ihn sich geschnappt und glaubte, wegen des montierten US-Netzkabels, dass es sich um eine 115V-Version handelt - wollte ihn aber erhalten und überholen lassen. Dazu wünschte er sich noch ein passendes Holzgehäuse - was es im Orignal nur in den USA gab. Alle seine Wünsche konnten erfüllt werden, denn es handelt sich um die Military-Version, die man auf alle Spannungen und unterschiedliche Deemphasen umstellen kann.
Erschwerend kam aber hinzu, dass da jemand vorher dran gebastelt hatte, der sich wohl dachte: "Lampen kann man doch auch selber tauschen!". Nun ja, wenn man's kann, schon - er konnte es aber überhaupt nicht und es hat Stunden gedauert, bis alles wieder einwandfrei funktionierte. Alle Lampen neu, alle Gummis der Lampenhalter neu und alle Kabel neu. Aber jetzt kann sich dieser Receiver, der im Jahr 1972 immerhin satte 1.800 DM gekostet hat, wieder absolut sehen lassen. Das ist jetzt ein echter Hingucker!!
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Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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