Gerätevorstellungen - auch wie früher
- Armin777
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
1977 brachte Kenwood eine neue Verstärkerserie auf den Markt. Diese löste die Vorgänger KA-X300 ab, die neuen hießen dann KA-X100. Vorgestellt wird hier der zweitgrößte der Serie, das Modell KA-8100. Die silberne Front vebindet klassisches Design mit absoluter Solidität. Der Verstärker verfügt über ein Doppel-Mono-Netzteil, also zwei Transformatoren, zwei Gleichrichter und vier Siebelkos. Er leistet zweimal 120 Watt sinus an 4 Ohm nach DIN. Kennzeichnend für diese Epoche waren immer die riesengroßen Knöpfe für die Lautstärke, die zudem meist recht mittig angeordnet waren. An Eingängen werden zwei mal Phono, zwei mal Tape und Tuner und Aux zur Verfügung gestellt. Die Loudness-Schaltung ist in drei Stufen und zwei unterschiedlichen Bass-Einsatzfrequenzen zuschaltbar. Auch in der Klangeinstellung können jeweils zwei unterschiedlichen Einsatzfrequenzen gewählt werden oder die Klangeinstellung überbrückt werden.
Insgesamt ein sehr solider Verstärker, der seinerzeit für 1.298,- DM verkauft wurde - und das wohl recht erfolgreich.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
Schöner Kenwood!
Die Serie gefällt mir mit am besten!


Gruß Joachim.




- Armin777
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
Im Jahr 1970 gab es Neuerungen im Hause Sansui. Man konstruierte etliche neue Receiver, um die vorhandene Serie von 1000 bis 5000 nach oben zu ergänzen. Der Grund lag auf der Hand: in den USA waren große aufwändige Receiver sehr gefragt, am besten im Holzgehäuse.
Um dem gerecht zu werden, waren zum gleichen Zeitpunkt zwei Teams bei Sansui damit beschäftigt, einen teuren Spitzenreceiver oberhalb des 5000 zu konstruieren, die Designabteilung gab vor, wie das Modell aussehen sollte.
In Serie gingen beide parallel, obwohl das nicht so geplant war.
Heraus kamen zwei Modelle der 7000 und der Eight. Der Eight übertraf den 7000 in vielen Disziplinen und wurde daher etwas teurer angeboten als der 7000. Daher bekam er auch einen neuen Namen. Der Eight war in den USA sehr erfolgreich und heimste auf Anhieb sowohl in den Besprechungen der Hifi-Zeitschriften als auch in den Läden große Erfolge ein. Daraufhin wurde das zweite Team beauftragt kleinere Brüder für den Eight zu entwickeln, die man dann folgerichtig Six und Seven nannte. Alle waren in den USA erfolgreich, blieben aber in Deutschland eher Außenseiter. Six und Seven fanden sogar erst 1973 den Weg in den Katalog des Importeurs.
Der Seven steht dem Eight qualitativ kaum nach, leistet jedoch rund 20 Watt weniger pro Kanal ( 2x 60 Watt sinus an4 Ohm nach DIN) und hat eine etwas abgespeckte Ausstattung. Sein Verkaufspreis lag jedoch noch immer bei exklusiven 2.460,-DM, was ihn schon zur Spitzenklasse zugehörig auswies. Verständlicherweise waren die Stückzahlen hierzulande nicht besonders hoch. Es wundert daher nicht, dass die meisten Sammlergeräte, die heute auf den üblichen Plattformen auftauchen, aus den Military-Shops ehemaliger US-Soldaten stammen, die die Geräte, vergleichsweise spottbillig kauften, da dort weder Zoll noch Steuern anfielen. Die Soldaten verkauften ihre Hifi-Geräte gern an Deutsche, hatten dabei kaum Wertverlust und sparten somit Gewicht an ihrem Gepäck, welches limitiert war, wenn sie in die Heimat zurück kehrten.
Ein (fast) genau so toller Receiver wie der Eight!
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
Nein, Peter - ein Kundengerät.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
Hier muss es ja mal wieder weitergehen:

Auch Akai ging 1980 mit dem Hype für Mini-Anlagen mit, den der Hersteller AIWA ein Jahr zuvor ausgelöst hatte. Nicht alle Hersteller sprangen auf diesen Zug auf - aber manche sehr erfolgreich, z.B. Toshiba. Diese Akai UC-5 blieb aber immer selten - gut für Sammler!
Dazu gehörte noch ein Kassettendeck (UC-F5), welches sogar über Logiksteuerung mit zwei Motoren verfügte. Der Endverstärker (UC-W5) leistet zwei mal 56 Watt sinus an 4 Ohm, die in betriebssicheren Sanyo-Hybrid-ICs erzeugt werden. Der Vorverstärker (UC-A5) verfügt trotz der winzigen Abmessungen über einen Phono MM- und MC-Eingang, zwei Tape-Deck-Anschlüsse und ein REC-Out-Selector - alles drin in dem Kleinen! Der Tuner (UC-S5) ist ein Sythesizer-Tuner mit sechs Stationstasten und automatischem Sendersuchlauf.
Die gesamte Anlage, die es nur komplett ohne Boxen und Plattenspieler zu kaufen gab, kostete aber stolze 2.898,- DM. Das dürfte der Hauptgrund sein, weshalb man diese Anlage heute so selten findet. Gut ist sie aber wirklich.
Auch Akai ging 1980 mit dem Hype für Mini-Anlagen mit, den der Hersteller AIWA ein Jahr zuvor ausgelöst hatte. Nicht alle Hersteller sprangen auf diesen Zug auf - aber manche sehr erfolgreich, z.B. Toshiba. Diese Akai UC-5 blieb aber immer selten - gut für Sammler!
Dazu gehörte noch ein Kassettendeck (UC-F5), welches sogar über Logiksteuerung mit zwei Motoren verfügte. Der Endverstärker (UC-W5) leistet zwei mal 56 Watt sinus an 4 Ohm, die in betriebssicheren Sanyo-Hybrid-ICs erzeugt werden. Der Vorverstärker (UC-A5) verfügt trotz der winzigen Abmessungen über einen Phono MM- und MC-Eingang, zwei Tape-Deck-Anschlüsse und ein REC-Out-Selector - alles drin in dem Kleinen! Der Tuner (UC-S5) ist ein Sythesizer-Tuner mit sechs Stationstasten und automatischem Sendersuchlauf.
Die gesamte Anlage, die es nur komplett ohne Boxen und Plattenspieler zu kaufen gab, kostete aber stolze 2.898,- DM. Das dürfte der Hauptgrund sein, weshalb man diese Anlage heute so selten findet. Gut ist sie aber wirklich.
Beste Grüße
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
1971 kam bei Pioneer dieser Receiver als zweitgrößter ins Angebot. Er unterschied sich im Design ganz wesentlich von den anderen großen Modellen wie dem SX-1500 und dem SX-2500. Der deutsche Importeur Melchers & Co. in Bremen importierte den jedoch nicht, man sah keine Absatzchancen für dieses Modell im schicken Holzgehäuse. So blieb er dem US-Markt und dem Military-Markt vorbehalten. Dort war er allerdings recht beliebt, trotz seines Preises von 499,-$, weil steuer- und zollfrei. So verblieben zum Glück auch etliche Exemplare bei uns hier und dürfen auch noch heute ihren Besitzern Freude bereiten.
Das auffällige zweifarbige /schwarz/silber) Design und die große Klappe unten sind schon recht außergewöhnlich. Er kann aber auch Vieles, zwei mal 60 Watt sinus an 4 Ohm waren 1971 schon eine Ansage. Auch das Empfangsteil ist sehr ordentlich. An Zusatzausstattungen gibt es hier zu allen Quellen zumischbare Mikrofone (für Karaoke) und eine eingebaute Hallspirale mit bewegter optischer Anzeige an der Front. Damit klingt die eigene Stimme doch gleich viel professioneller.
Der Gesamteindruck: Einfach ein sehr gediegenes Gerät, welches nur selten am Markt auftaucht. Verständlich, denn wer einen SX-9000 besitzt, gibt ihn kaum wieder her.
Beste Grüße
Armin von good-old-hifi.de
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Gelöschter Benutzer 175
Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
Ojah... ich startete 3 Jahre später mit zweimal 60 Watt Musikleistung (Dual CV120), und das war im Partykeller damals eine Wucht.Armin777 hat geschrieben: Donnerstag 16. Oktober 2025, 12:23 ...zwei mal 60 Watt sinus an 4 Ohm waren 1971 schon eine Ansage.
Naja, mit nachgebauten Klipschhörnern hätten auch zweimal 10 Watt gereicht.
- Sankenpi
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Re: Gerätevorstellungen - auch wie früher
Den hatte ich leider nie. Aber auch ein SX-6000 ist nicht zu verachten. Wenngleich der von der Skala schon wieder ganz anders aussah. Und er hatte - außergewöhnlich genug - eine Lautsprecheranzeige in der Skala. Nettes Gimmick, welches nicht viele Receiver boten.
Beste Grüße, Peter